Kennen Sie die Geschichte über den Mann, der versucht, mit einer stumpfen Axt einen Baum zu fällen? Ein wohlmeinender Zeitgenosse kommt vorbei und sagt ihm, er müsse seine Axt schärfen, dann würde er den Baum schneller und leichter fällen können. Woraufhin der erste Mann sagt, er habe keine Zeit, die Axt zu schärfen – und weitermacht wie bisher.


In dieser Geschichte steckt so ziemlich alles an Information, was Sie über Stress wissen müssen:

  1. Wenn wir Stress haben, machen wir uns das Leben unnötig schwer.
  2. Gut gemeinte Ratschläge sind selten hilfreich.
  3. Wenn wir unter Druck stehen, neigen wir dazu, nicht nach Lösungen zu suchen, sondern machen immer weiter, auch wenn wir wissen, dass es nicht funktioniert.
  4. Lösungen könnten dabei so einfach sein.
  5. Von alleine wird sich die Situation meist nicht ändern, im Gegenteil.
  6. Je länger wir warten, desto stumpfer wird die Axt und desto müder die Arme. Aber wir machen trotzdem einfach weiter.

Schuld an allem ist unser Gehirn. Ist es nicht schön, einen Schuldigen zu haben dafür, dass etwas in unserem Leben nicht so läuft, wie wir es wollen? Wir denken immer, dass unser Gehirn der schlaue Teil von uns ist. Logisch, wenn wir bedenken, wer uns das denken lässt, nämlich unser Gehirn. In Wirklichkeit reagiert unser Gehirn noch genau so auf Stress, wie es das vor einigen hunderttausend Jahren getan hat, und findet das gut so. Nur hat sich die Welt da draußen inzwischen ziemlich verändert. Zeit für neue und bessere Strategien, und genau deshalb empfehle ich Ihnen zu lächeln als eine sehr wirksame Möglichkeit gegen Stress vorzugehen.

Stress abbauen in einer Minute

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Stress abbauen können, aber das hier ist die vielleicht angenehmste. Lächeln (und Lachen) reduziert Stress sofort. Man sollte allerdings mindestens eine Minute lang lächeln! Also: Nehmen Sie sich eine Minute und Lächeln Sie.

Falls das banal klingt: Versuchen Sie einmal, mit hochgezogenen Mundwinkeln negative Gedanken zu haben; das ist fast unmöglich.

Noch etwas: Wenn Sie die Mundwinkel nach oben bewegen, glätten Sie Ihre Stirn, ganz ohne Botox. Also: Mit dieser Übung können Sie jederzeit für bessere Laune sorgen, für weniger Stress und damit bessere Gesundheit, und dazu tun Sie noch etwas gegen Falten!


Hand aufs Herz: Haben Sie gerade eine Minute lang gelächelt? Wenn nicht, hat Ihr Gehirn Sie direkt ausgetrickst. Indem Sie diese Übung nur lesen, verändern Sie nichts. Das ist genau die Falle, in die unser Gehirn uns ständig schickt: Es ersetzt Praxis durch Theorie oder besser: Besserwisserei. Deshalb noch einmal die Bitte: Probieren Sie es mit dieser Übung. Nehmen Sie sich die Zeit, denn es ist Zeit für Sie selbst.


Stress abbauen – hier sind noch ein paar Varianten

  1. Denken Sie eine Minute lang an etwas besonders Schönes in Ihrer Vergangenheit und lächeln Sie dabei.
  2. Stellen Sie sich eine Minute lang etwas besonders Schönes vor, das in Ihrer Zukunft liegt, und lächeln Sie dabei.
  3. Erzählen Sie sich einen Witz. Ziehen Sie dabei von Anfang an die Mundwinkel nach oben, und Sie werden den Witz lustig finden, auch wenn Sie ihn schon kennen!
  4. Der Forscher Richard Wisemann hat in einer groß angelegten Studie weltweit nach dem besten Witz der Welt geforscht. Dieser hier hat gewonnen: “Zwei Jäger sind in den Wäldern unterwegs, als einer von ihnen zusammenbricht. Er scheint nicht mehr zu atmen und seine Augen sind glasig. Der andere holt sein Handy heraus und ruft den Notruf. Er keucht: “Mein Freund ist tot! Was kann ich tun?” Der Notruf-Mitarbeiter antwortet: “Beruhigen Sie sich. Ich helfe Ihnen. Zuerst, gehen Sie sicher, dass er wirklich tot ist.” Am Ende der Leitung ist es still, dann ist ein lauter Schuss zu hören. Zurück am Telefon meldet sich der andere Jäger wieder und sagt: “Okay, und was jetzt?”
  5. Da wir diesen Witz etwas fragwürdig finden, hier ist der Witz, der an zweiter Stelle gelandet ist:“Sherlock Holmes und Dr. Watson gehen zelten. Sie bauen ihr Zelt unter dem Sternenhimmel auf und legen sich schlafen. Mitten in der Nacht wird Watson von Holmes aufgeweckt. “Watson, schau mal nach oben und sage mir, was du daraus folgerst.” Watson sagt: “Ich sehe Millionen von Sternen, und es ist wahrscheinlich, dass einige davon der Erde ähneln, und wenn das so ist, dann könnte dort oben außerirdisches Leben sein.” Holmes erwidert: “Watson, du Blödmann! Jemand hat unser Zelt gestohlen!”
  6. Und jetzt gehen Sie, wenn möglich, los, um Ihr Lächeln (oder den (zweit-)besten Witz der Welt mit jemand anderem zu teilen.  Lächeln ist ansteckend und fördert deshalb auch soziale Kontakte und Kommunikation!

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