Mensch ärgere dich nicht – lerne die Spielregeln fürs Leben – das Resonanzgesetz

Teil 2 – Das Gesetz der Resonanz – du bist wie du schwingst!

Was ist dir heute begegnet? War es Freude oder Trauer? Ruhe oder Stress? Hast du Menschen getroffen, die deine Interessen teilen? Oder hast du dich mal wieder auf die Palme bringen lassen? Ganz gleich, was es war, es hat mit deiner Resonanz zu tun. Durch deine Gedanken und Gefühle erzeugst du in dir bestimmte Schwingung bzw. Elektromagnetische Wellen, die mit einem EEG-Gerät messbar sind. Im Alltag sprechen wir von Resonanz: Geld zieht immer Geld an, Gleich und Gleich gesellen sich, die „Chemie“ stimmt. Man hat „einen Draht zueinander“ oder ist „auf der gleichen Wellenlänge“. Anders gesagt, man ist in Resonanz.

Resonanz ist überall.

Sie findet sich bei Fischen, die sich im Schwarm fortbewegen, und genauso bei Vögeln. Aber auch beim Baum, dessen Krone sich im Wind biegt. Eine Stimmgabel schwingt mit genau einem Ton. Mit diesem hat sie Resonanz. Gleiches gilt für ein Orchester, dessen einzelne Instrumente und Musiker alle miteinander schwingen. Und mit ihnen schwingt das Publikum. Diese Resonanzen machen den Reiz aus, ein Konzert zu besuchen, statt zu Hause per Dolby Surround den eigentlich viel saubereren Klang zu genießen. Wenn wir gehen, bewegen sich all unsere Muskeln in Resonanz zueinander. Und für die Resonanz zur sozialen Außenwelt stellt unser Gehirn eine eigene Art von Neuronen zur Verfügung: die Spiegelneuronen. Ohne sie wären Empathie und gegenseitiges emotionales Verständnis undenkbar.

Du schwingst immer mit irgendwas.

Wenn du dich unverstanden fühlen, bedeutet das, dass du einen Mangel an Resonanz wahrnimmst. Das raubt Energie, während Resonanzfülle Energie erzeugt. Dies erkannten die Römer, die Kampfverbände in Reih und Glied antreten ließen und durch synchrone Formationen auch zahlenmäßig weit überlegene Gegner problemlos besiegten. Oder denk an den Heimvorteil im Sport!  Alle Gruppierungen funktionieren so. Deswegen ist es so verlockend Mitglied zu sein.

Halte kurz inne und überlege: Hast du dich schon mal gefragt, wieso du genau die Freunde hast, die du hast? Was verbindet dich mit ihnen? Bestimmte Themen oder Verhaltensmuster? Fühlst du dich wohl, wenn du mit ihnen Zeit verbringst? Kannst du du selbst sein? Fühlst du dich leicht?

Gemeinschaft basiert auf Resonanz

Resonanz verbindet. Sei es die übereinstimmende Bejahung von bestimmten Themen und Werten oder auch die gemeinsame Ablehnung. So funktionieren lebensbejahende, spirituelle Gemeinschaften, und auch Parteien und politische oder soziale Bewegungen. Welchen Gruppierungen privater oder beruflicher Art begegnest du im täglichen Leben? Auf welchen Resonanzen basieren sie?

Auch abseits von wiederkehrenden Personenkonstellationen resonierst du permanent mit irgendwas. Ganz gleich, ob du angesichts Dutzender Fußballfans in der Straßenbahn mit deren Emotionen und ihrer ausgelassenen Stimmung in Resonanz gehst, oder aber mit den genervten Pendlern, die nach einem langen Arbeitstag nur noch Ruhe herbei sehnen. Du kannst auch mit der Stille resonieren, die unabhängig von der Umwelt in deinem Inneren durch Meditation und Achtsamkeitsübungen stets zugänglich ist.

Deine Welt ist dein Spiegel

Du ziehst das an, was du anziehen willst, aber auch das, was dein Schatten, dem Gesetz der Polarität folgend , anzieht. Alles, was dir begegnet, ist in Resonanz mit dir. Gefällt es dir, resoniert es mit deinem Bewusstsein. Missfällt es dir, resoniert es mit deinem Schatten. Wenn dich die Ungeduld anderer Menschen stört, dann weil dich deine Ungeduld stört. Stört dich anderer Menschen Kleinkariertheit, stört dich in Wahrheit deine Kleinkariertheit. Nervt dich Unhöflichkeit, such lieber die Unhöflichkeit in dir. Verkennst du den Spiegelcharakter der Welt und betrachtest dein Inneres als von deiner Wahrnehmung auf die Umwelt unabhängig, entstehen Probleme. Du würdest ja auch nicht versuchen deinem Spiegelbild deine Klamotten anzuziehen oder die Haare deines Spiegelbilds statt deiner eigenen zu richten. Wie dein Spiegelbild hilft die Welt dir über dich selber bewusst zu werden. Dich selber zu erkennen. Nutze das, um dich selbst zu ändern und damit deine Resonanz zu ändern! Wie? Gewinne einen anderen Blickwinkel zu dem, was dich stört, indem du z.B. solche Situationen, die dich stören, bewusst herbeiführst und dabei beobachtest, was das mit dir macht. Halte die Welt nicht für objektiv und von dir unabhängig. Das wird dir nur Probleme bringen.

Du siehst die Welt nicht so wie sie ist, du siehst die Welt so wie du bist!

Wie resonierst du mit dem, womit du resonieren möchtest?

Natürlich kannst du also beeinflussen, womit du schwingst. Mach was Neues und du ermöglichst neue Resonanzen. Fängst du einen neuen Sport an, triffst du im täglichen Leben ganz zufällig auf einmal Menschen, die den gleichen Sport machen. Interessierst du dich für gesunde Ernährung, hörst du auf einmal permanent Menschen darüber reden. Beschäftigst du dich nur noch mit dem Schönen, dann wird dir vornehmlich Schönes widerfahren. Willst du dich weiterentwickeln, fang damit an, und dein Umfeld wird resonieren.

Woher weißt du aber, womit du resonieren möchtest? Dafür musst du es zunächst einmal bekannt sein. Du kannst nur mit dem schwingen, was du kennst. Wir sind blind für alles, was wir nicht kennen und worauf wir nicht eingestellt sind. Erzählungen berichten, dass die Indianer anfangs furchtlos angesichts der Gewehre der Europäer waren. Das lag nicht etwa an ihrer Erziehung oder ihrem knallharten Training, sondern einzig an ihrer Unkenntnis darüber, dass diese Werkzeuge des „weißen Mannes“ leicht ihren sicheren Tod bedeuten würden. Sie gingen mit der Angst davor nicht in Resonanz. Das ist die positive Seite des Nichtwissens. Die negative bedeutet, dass du deinen persönlichen heiligen Gral nicht finden kannst, wenn du nicht weißt, dass er existiert. Also, geh raus und such ihn. Sprich mit Menschen, die ihn kennen könnten. Oder lies Bücher, die Hinweise auf die Lösung liefern könnten.

Liebe und Selbstliebe ist die höchste Form der Resonanz.

Du willst eine Abkürzung? Bitte sehr, die Liebe, natürlich! Sich (selbst) lieben, bedeutet sich zu öffnen. Die Grenzen werden aufgegeben. Energie entsteht, wo vorher Energie verbraucht wurde. Liebe ist die höchste Form der Resonanz. Sie beginnt da, wo du das Miteinander und die Kooperation suchst. Dann beginnen sich die Gegensätze der Polarität aufzulösen.

Wie kannst du das jetzt sofort hautnah erleben? Mach einen Spaziergang und lächle jeden an, der dir entgegen kommt. Baue in jedes Gespräch, dass du heute führst, ein Kompliment für deinen Gegenüber ein. Frage dich, was du an dir selber und an den Menschen um dich herum magst. Finde Gemeinsamkeiten und stärke sie. Schwinge mit dem Leben und akzeptiere, wenn es in anderen Tönen zurück schwingt, als du erwartest.

Wenn du diesen Beitrag interessant fandst, freue ich mich, wenn du ihn teilst oder mir ein Kommentar schreibst. Weitere Informationen findest du im Buch: Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben von Rüdiger Dahlke.

Bleib bewusst!

Photo: Victor HanacekMitch Rosen

2017-09-22T17:32:15+00:00